Snow­flake Cor­tex AI und Matil­lion Data Pro­duc­ti­vity Cloud – der schnelle Weg zu AI im Data Warehouse



In einer zuneh­mend daten­ge­trie­be­nen Welt ste­hen Unter­neh­men vor der Her­aus­for­de­rung, aus ihren Daten nicht nur Infor­ma­tio­nen, son­dern echte Erkennt­nisse zu gewin­nen und das mög­lichst schnell und effi­zi­ent. Mit Snow­flake Cor­tex AI eröff­net sich eine neue Dimen­sion der KI-gestütz­ten Ana­lyse direkt inner­halb der Data Cloud. In Kom­bi­na­tion mit Matil­lion Data Pro­duc­ti­vity Cloud (DPC) las­sen sich kom­plexe Daten­pipe­lines nicht nur orches­trie­ren, son­dern mit intel­li­gen­ten Funk­tio­nen anrei­chern. Anders gesagt: Funk­tio­nen, die frü­her nur Data Sci­en­tists nutz­ten, sind nun brei­ter ver­füg­bar. Daten aus ver­schie­de­nen Quel­len las­sen sich sofort ver­knüp­fen und aus­wer­ten. Ebenso kön­nen sie direkt ein­ge­ord­net wer­den – ohne Umwege.

Im Fol­gen­den zei­gen wir, wie sich Snow­flake Cor­tex AI naht­los in bestehende Data Ware­house-Archi­tek­tu­ren inte­grie­ren lässt. Dabei betrach­ten wir die Vor­teile der Ver­bin­dung mit Matil­lion DPC – von auto­ma­ti­sier­ten Klas­si­fi­ka­tio­nen bis hin zu gene­ra­ti­ver KI direkt im Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess. Dabei zei­gen wir, wie ein Daten­set mit Nut­zer­be­wer­tun­gen zu Serien mit nur weni­gen Schrit­ten und ohne Pro­gram­mier­auf­wand mit KI gestütz­ten Infor­ma­tio­nen ange­rei­chert wer­den kann und damit sofort einen Mehr­wert bie­tet. Der Start zum Ein­satz von KI im Data Ware­house ist damit mit mini­ma­lem Auf­wand möglich.


KI direkt in der Daten­pipe­line: Ein neuer Standard

Snow­flake Cor­tex AI ist eine inte­grierte KI-Platt­form in der Snow­flake Data Cloud. Sie erlaubt KI-Anwen­dun­gen direkt auf Daten – ohne Infra­struk­tur­ver­wal­tung. Im Gegen­satz dazu erfor­dern andere Lösun­gen oft externe Services.

Durch die Inte­gra­tion von Snow­flake Cor­tex AI in Matil­lion DPC las­sen sich KI-Funk­tio­nen direkt in ELT-Pro­zesse ein­bin­den. Das heisst: Keine kom­plexe Modell­be­reit­stel­lung oder externe Ser­vices müs­sen kon­fi­gu­riert wer­den. Matil­lion ermög­licht es, Cor­tex-Modelle wie Sen­ti­ment-Ana­lyse, Klas­si­fi­ka­tion oder Text­ge­ne­rie­rung über ein­fa­che Kom­po­nen­ten in Pipe­lines zu nut­zen. Dadurch fin­den KI-gestützte Trans­for­ma­tio­nen direkt im Data Ware­house statt. Hier­durch beschleu­nigt sich nicht nur die Ent­wick­lung. Viel­mehr wird KI für Ana­lys­ten und Ent­wick­ler unmit­tel­bar zugäng­lich. Vor­aus­ge­setzt sind nur Grund­kennt­nisse zum Ein­satz von Matil­lion DPC.

Die Cor­tex AI Kom­po­nen­ten las­sen sich wie andere Kom­po­nen­ten in Trans­for­ma­ti­ons­jobs in Matil­lion ver­wen­den. Als Ent­wick­ler kann man Samples der erzeug­ten Daten anse­hen und auf Wunsch den erzeug­ten SQL-Code ein­se­hen, der auf der Snow­flake Data Cloud aus­ge­führt wird. Alle Kom­po­nen­ten las­sen sich pro­blem­los über die inte­grierte Suche mit dem Begriff ‚Cor­tex‘ auf­fin­den. Auch Matil­li­ons inte­grierte AI-Funk­tio­na­li­tät Maia kann beim Auf­bau der Daten­stre­cken hel­fen und so den Ent­wick­lungs­auf­wand noch wei­ter senken.

Ein prak­ti­sches Bei­spiel für KI im DWH

Sehen wir uns kon­krete Bei­spiele für den Ein­satz an. Als Daten­grund­lage dafür dient uns ein Daten­set mit eini­gen tau­send Bewer­tun­gen von Nut­zern zu Serien in eng­li­scher Spra­che. Die Daten ent­hal­ten sowohl eine Bewer­tung auf einer Skala von 1 bis 10 als auch einen Text in eng­li­scher Sprache.


Testdatensatz mit Userbewertungen zu Serien aus Streamingportalen in Textform und auf einer numerischen Skala zur Demonstration von KI im Data Warehouse.
Abbil­dung 1: Wir ver­wen­den einen Test­da­ten­satz mit User­be­wer­tun­gen zu Serien aus Strea­ming­por­ta­len in Text­form und auf einer nume­ri­schen Skala zur Demons­tra­tion von KI im Data Warehouse.

In der Rolle eines Daten­ana­lys­ten wol­len wir nun mit den Funk­tio­nen von Cor­tex AI und Matil­lion einige grund­le­gende Fra­gen zu die­sem Daten­set beant­wor­ten und dabei mög­lichst wenig Auf­wand haben:

  1. Stimmt die Bewer­tung der Nut­zer auf einer Skala von 1–10 mit dem geschrie­be­nen Review über­ein (Sen­ti­ment Analyse)?
  2. Wel­che Punkte haben den Nut­zern bei einer Serie ins­ge­samt am bes­ten gefallen?
  3. Andere Nut­zer möch­ten die Review Texte gerne in Deutsch lesen. Kann eine auto­ma­ti­sierte Über­set­zung erstellt werden.

Sen­ti­ment-Ana­lyse: Kun­den­stim­men ver­ste­hen und gezielt reagieren

Mit Snow­flake Cor­tex AI lässt sich die emo­tio­nale Tona­li­tät von Tex­ten ana­ly­sie­ren. Dabei erkennt die Funk­tion posi­tive, nega­tive oder neu­trale Stim­mun­gen. Ins­be­son­dere eig­net sie sich für Kun­den­feed­back, Social-Media-Bei­träge und Sup­port-Tickets. Die Ergeb­nisse las­sen sich direkt in Daten­pipe­lines inte­grie­ren. Dabei sind keine exter­nen KI-Ser­vices oder Modell­trai­nings erforderlich.

Der Ein­ga­be­wert der Kom­po­nente ist dabei ein Text­feld, für das ein nume­ri­scher Wert von ‑1 bis 1 zurück­ge­ge­ben wird. Übli­cher­weise wer­den dabei Werte von ‑1 bis ‑0,5 als eine nega­tive Stim­mung gedeu­tet, von ‑0,5 bis 0,5 nimmt man einen neu­tra­len Ton­fall an, und ab 0,5 wird der Text als posi­tiv gedeu­tet. Dem­zu­folge lässt sich die Stim­mung klar quan­ti­fi­zie­ren. Für die Aus­wer­tung ist die Ver­tei­lung von posi­ti­ven und nega­ti­ven Bewer­tun­gen inter­es­sant, die z.B. in einem BI Tool auf­be­rei­tet wer­den könnte.


Pipeline für die Sentimentanalyse in Matillion DPC. Das Ergebnis wird in eine Zieltabelle im DWH geschrieben.
Abbil­dung 2: Pipe­line für die Sen­ti­ment­ana­lyse in Matil­lion DPC. Das Ergeb­nis wird in eine Ziel­ta­belle im DWH geschrieben.

Die Sen­ti­ment-Kom­po­nente lässt sich ein­fach in Matil­lion-Jobs ein­fü­gen. Ebenso wie andere Kom­po­nen­ten wird sie per Drag-and-Drop plat­ziert. Die SQL Befehle gene­riert Matil­lion im Hin­ter­grund voll­au­to­ma­tisch. Daher ist kein manu­el­les Schrei­ben von Code nötig. Durch das Hin­zu­fü­gen einer wei­te­ren Cal­cu­la­tor­kom­po­nente in Matil­lion kön­nen wir aber noch wei­tere inter­es­sante Infor­ma­tio­nen erhal­ten, auch wenn hier mini­ma­ler Pro­gram­mier­auf­wand nötig ist. Dazu trans­for­mie­ren wir die Ergeb­nisse von der ursprüng­li­chen Skala (-1 bis +1) zu der Skala, die auch von den Nut­zern ver­wen­det wurde (1 bis 10). Nun kön­nen wir ver­glei­chen: Wie weit weicht die Ein­schät­zung des Tex­tes von der Bewer­tung der Nut­zer ab? Starke Aus­rei­ßer in rela­ti­ven oder abso­lu­ten Zah­len kön­nen wir geson­dert her­aus­fil­tern, sodass diese Ein­träge wei­ter­ge­hend ana­ly­sie­ren kann.


Ergebnisse für eine erweiterte Sentimentanalyse. Wir vergleichen die Bewertung der Nutzer mit der Einschätzung von Cortex AI.
Abbil­dung 3: Bei­spiel­hafte Ergeb­nisse für eine erwei­terte Sen­ti­ment­ana­lyse. Wir ver­glei­chen die Bewer­tung der Nut­zer mit der Ein­schät­zung von Cor­tex AI auf der Suche nach Abweichungen.

Com­ple­ti­ons: Intel­li­gente Text­ge­ne­rie­rung für ope­ra­tive Effizienz

Diese Aus­wer­tung fand auf der Basis ein­zel­ner Nut­zer­be­wer­tung statt. Für einen schnel­len Über­blick inter­es­siert aber oft eine agg­re­gierte Sicht auf die Daten. Die Cor­tex AI ermög­licht solch eine Aggre­ga­tion auch für Frei­text­ein­ga­ben – wir müs­sen als Nut­zer nur die pas­sende Frage stel­len. Unsere Pipe­line agg­re­giert die Texte zunächst, indem für jede Serie ein kon­ka­te­nier­ter, berei­nig­ter String als Gesamt­re­view erzeugt wird.

Konfiguration für die KI gestützte Auswertung von Nutzerbewertungen mit einem LLM.
Abbil­dung 4: Kon­fi­gu­ra­tion für die KI gestützte Aus­wer­tung von Nut­zer­be­wer­tun­gen mit einem LLM in der Benut­zer­ober­flä­che von Matil­lion. Wir beschrei­ben den Kon­text der Daten und stel­len der KI die pas­sende Frage

Anschlie­ßend müs­sen wir nur noch die rich­tige Frage mit dem pas­sen­den Kon­text stel­len. Wir tei­len dem Sys­tem mit, das ein Attri­but kon­ka­te­nierte User­re­views ent­hält und fra­gen nach den 5 Punk­ten, die ins­ge­samt am bes­ten gefal­len haben. Cor­tex ana­ly­siert die Ein­gabe und gibt uns eine Ant­wort die dann in unse­rer Daten­platt­form wei­ter aus­ge­wer­tet wer­den kann. Auch kom­ple­xere Fra­ge­stel­lun­gen las­sen sich hier ein­bin­den, die aber unter Umstän­den wei­tere Daten­auf­be­rei­tungs- und ‑berei­ni­gungs­schritte benö­ti­gen. Auch hier gilt: Den Code für die Aggre­ga­tion und die Aus­wer­tung ver­wal­tet Matil­lion auto­ma­ti­siert im Hin­ter­grund. Der inter­es­sierte Nut­zer kann ihn zwar ein­se­hen, eine direkte Inter­ak­tion ist aber nicht nötig.

Auto­ma­ti­sierte Über­set­zung mit Trans­late: Mehr­spra­chige Daten nutz­bar machen

Zuletzt mag es noch die Anfor­de­rung geben, dass Aus­wer­tun­gen in der Unter­neh­mens­spra­che (z.B. deutsch) erfol­gen sol­len. Auch hier hilft die Kom­bi­na­tion von Snow­flake Cor­tex AI und Matil­lion DPC unkom­pli­ziert wei­ter. Mit der Trans­late Kom­po­nente erzeu­gen wir in nur einem Schritt Über­set­zun­gen zwi­schen mitt­ler­weile 14 Spra­chen, wobei Snow­flake selbst in der Doku­men­ta­tion dar­auf hin­weist, dass mit Eng­lisch als Quell- oder Ziel­spra­che die bes­ten Ergeb­nisse erzielt wer­den. Außer der Wahl der Spra­chen ist keine wei­tere Kon­fi­gu­ra­tion nötig. Wenn man die Quell­spra­che frei lässt, wird sogar eine auto­ma­ti­sche Erken­nung der Spra­che unter­stützt, was den Auf­wand noch wei­ter reduziert.


Integration von Übersetzungen in eine Datenpipeline mittels AI
Abbil­dung 5: Inte­gra­tion von Über­set­zun­gen in eine Daten­pipe­line mit­tels AI. Der im Ori­gi­nal eng­li­sche Text der Reviews wird von der KI für das DWH ins Deut­sche übersetzt.

Busi­ness Value im Fokus: Wett­be­werbs­vor­teile durch smarte Datenverarbeitung

Die Ver­bin­dung von Snow­flake Cor­tex AI und Matil­lion DPC bie­tet Unter­neh­men einen ech­ten stra­te­gi­schen Mehr­wert durch den Ein­satz von KI im Data Ware­house mit mini­ma­len Kon­fi­gu­ra­ti­ons­auf­wand. Funk­tio­nen wie Trans­late, Com­ple­ti­ons und Sen­ti­ment ermög­li­chen es, sprach­ba­sierte Daten auto­ma­ti­siert zu ana­ly­sie­ren, zu inter­pre­tie­ren und in ver­wert­bare Erkennt­nisse zu über­füh­ren – direkt inner­halb der bestehen­den Daten­in­fra­struk­tur. Dadurch las­sen sich Kun­den­feed­back, Markt­kom­mu­ni­ka­tion oder interne Inhalte schnel­ler und geziel­ter aus­wer­ten, was zu bes­se­ren Ent­schei­dun­gen und effi­zi­en­te­ren Pro­zes­sen führt. Unter­neh­men, die diese Tech­no­lo­gien früh­zei­tig ein­set­zen, schaf­fen sich einen Wett­be­werbs­vor­teil durch intel­li­gen­tere Nut­zung ihrer Datenressourcen.